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Spezialambulanz für steatotische Lebererkrankungen

Dr.in Emina Halilbasic

Leitung

Ap.Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.et scient.med.Mattias Mandorfer

Leitung

Kontakt

Erreichbarkeit: Leitstelle 7i, Roter Bettenturm

Terminvereinbarung unter: Tel.: +43 (0)1 40400-47500 
oder E-Mail: post_akh_ls_7i@akhwien.at

Ambulanzzeit: Montag bis Freitag nach Terminvereinbarung

Anfragen für Register-/Studienteilnahme: Tel.: 

oder E-Mail: sld@meduniwien.ac.at

In unserer Spezialambulanz für steatotische Lebererkrankungen (SLD) betreuen wir Patient:innen mit (Verdacht auf) steatotische Lebererkrankungen (vormals bekannt als „Fettlebererkrankung“, NAFLD, NASH). Dazu gehören:

  • MASLD (metabolisch-bedingte steatotische Lebererkrankung)
  • MetALD (kombiniert metabolisch-bedingte und Alkohol-assoziierten Lebererkrankung)
  • ALD (Alkohol-assoziierte Lebererkrankung)

Wir begleiten das gesamte Krankheits-Spektrum – von einer einfachen Fettleber bis zur Leberentzündung (Steatohepatitis) und möglichen Komplikationen wie Vernarbung (Leberfibrose) und Leberzirrhose.

In klinischen Studien prüfen wir neue Diagnose- und Behandlungskonzepte und setzen diese in die Praxis um. Außerdem leiten und überwachen wir zugelassene Medikamente (Abnehmspritze" und Resmetirom) und untersuchen in Studien die Wirksamkeit noch nicht zugelassener Therapien.

Weitere Informationen finden Sie untenstehend in den jeweiligen Reitern.


Ihr Ambulanzbesuch läuft in der Regel in folgenden Schritten ab:

  • Anamnese: Wir besprechen Ihre aktuelle Situation, Beschwerden, Vorerkrankungen sowie Ihre Medikamente. Zusammen mit den weiteren Untersuchungen ergeben sich daraus Empfehlungen und etwaige weitere Abklärungsschritte. 
  • Blutabnahme inkl. Abklärung anderer chronischer Lebererkrankungen und Einschätzung der Lebervernarbung mittels ELF™ Test
  • Lebersteifigkeitsmessung (Elastographie)
  • Messung der Körperzusammensetzung (Bioimpedanzanalyse)
  • Standardisierte Fragebögen zu Alkoholkonsum, Bewegung und Ernährung

Bitte kommen Sie nüchtern zum Termin.

Alle notwendigen Untersuchungen können in der Regel am Tag des Ambulanzbesuches als Kassenleistung durchgeführt werden.

In Einzelfällen können eine Leberbiopsie, Magenspiegelung, oder Lebervenendruckmessung notwendig sein, welche durch uns angeboten und terminiert werden.

Was soll ich mitbringen?

  • Vorbefunde vom Hausarzt oder niedergelassenem Facharzt für Innere Medizin, insbesondere Blutbefunde und Ultraschallbefunde
  • Aktuelle Medikamentenliste

Leberelastographie mittels FibroScan®

Die Leberelastographie mittels FibroScan® ist eine kurze, schmerzfreie Untersuchung, mit der die Steifigkeit der Leber gemessen wird. Daraus lässt sich abschätzen, ob und wie ausgeprägt eine etwaige Lebervernarbung (Fibrose) ist. Zusätzlich kann der Fettgehalt der Leber (CAP-Wert) beurteilt werden.

Bioimpedanzanalyse (BIA)

Die Bioimpedanzanalyse (BIA) ist eine kurze, nicht-invasive Messung, bei der über schwache, nicht spürbare elektrische Impulse die Körperzusammensetzung bestimmt wird. Dabei werden u.a. Fettmasse, Muskelmasse und Körperwasser abgeschätzt. Die Messung dauert nur wenige Minuten.

Leberbiopsie

Eine Leberbiopsie ist eine Untersuchung, bei der unter örtlicher Betäubung mit einer dünnen Nadel eine kleine Gewebeprobe aus der Leber entnommen wird. Diese Probe wird im Labor mikroskopisch untersucht, um z. B. Entzündung, Verfettung und Vernarbung (Fibrose) genauer zu beurteilen. Die Gewinnung kann dabei entweder durch die Haut von außen (perkutan) oder zusammen mit der Lebervenendruckmessung über einen Katheter erfolgen, der über eine Halsvene (Vena jugularis interna) eingeführt wird (transjugulär).

Nach dem Eingriff ist in der Regel eine stationäre Überwachung für eine Nacht notwendig. 

Magenspiegelung/Gastroskopie

Bei der Gastroskopie können mit einem dünnen, flexiblen Schlauch mit Kamera (Endoskop) Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm beurteilt werden. Dabei können z. B. Entzündungen, Geschwüre oder Krampfadern in der Speiseröhre (Varizen) erkannt und bei Bedarf auch Proben (Biopsien) entnommen werden. Krampfader können verödet (ligiert) werden. Die Untersuchung erfolgt entweder in kurzer Sedierung oder mit lokaler Betäubung im Rachen.

Lebervenendruckmessung (HVPG)

Die Lebervenendruckmessung (HVPG) ist eine Untersuchung zur Bestimmung des Druckgradienten in der Leber und damit zur Beurteilung eines Pfortaderhochdrucks (portalen Hypertension). Dazu wird ein dünner Katheter über eine Halsvene (Vena jugularis interna) in die Lebervenen vorgeschoben und der Druck gemessen. Die Untersuchung erfolgt unter lokaler Betäubung.

Status: Derzeit rekrutierend

Durch Survodutid werden hormonelle Signalwege aktiviert, die zu einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie zu einer Verbesserung des Stoffwechsels führen. Infolge dessen wird der Fettgehalt der Leber reduziert, entzündliche Prozesse (Steatohepatitis) können zurückgehen und die Vernarbung des Lebergewebes (Fibrose) soll sich verlangsamen oder teilweise bessern. Dadurch soll ein Fortschreiten der metabolisch dysfunktionsassoziierten Steatohepatitis (MASH, früher NASH) sowie die Entwicklung leberbezogener Komplikationen verhindert werden.

Die LIVERAGE™-Studie 1404-0044 ist eine klinische, placebo-kontrollierte Studie für Patient:innen mit bestätigter MASH und nicht-zirrhotischer Leberfibrose (F2–F3). Zwei Drittel der Teilnehmenden erhalten das Studienmedikament, ein Drittel ein Placebo. Im Laufe der Voruntersuchungen ist u.a. eine Leberbiopsie erforderlich.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie unter: https://liverage.study/deu/study-details/ 

Status: Derzeit rekrutierend

Durch Survodutid werden hormonelle Signalwege aktiviert, die zu einer deutlichen Gewichtsabnahme sowie zu einer Verbesserung des Stoffwechsels führen. Infolge dessen wird der Fettgehalt der Leber reduziert, entzündliche Prozesse (Steatohepatitis) können zurückgehen und das Fortschreiten der Vernarbung des Lebergewebes (Zirrhose/Fibrose) soll sich verlangsamen oder teilweise bessern. Dadurch soll ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung sowie die Entwicklung leberbezogener Komplikationen verhindert werden.

Die LIVERAGE™-Studie 1404-0064 richtet sich an Patient:innen mit MASH und einer noch ausgeglichenen (kompensierten) Leberzirrhose. Zwei Drittel der Teilnehmenden erhalten das Studienmedikament, ein Drittel ein Placebo. Ziel ist es, den Krankheitsverlauf zu stabilisieren und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Nähere Informationen zur Studie finden Sie unter: https://liverage.study/deu/study-details/ 

Durch Tirzepatid werden die Rezeptoren für die Hormone GLP-1 und GIP, und durch Retatrutid werden die Rezeptoren von GLP-1, GIP und Glukagon aktiviert, wodurch neben einer deutlichen Gewichtsabnahme auch eine Verbesserung von Steatose/Leberfettgehalt, Entzündung (Steatohepatitis), sowie Vernarbung (Vernarbung) erwartet wird. Dadurch soll ein Erkrankungsfortschreiten und die Entwicklung von Komplikationen verhindert werden. Die Studie beschränkt sich auf Patient:innen mit fortgeschrittener Erkrankung und hoher Dringlichkeit einer Therapie, wobei 1/3 der Patient:innen ein Scheinmedikament erhält. Eine Leberbiopsie ist nur fallweise notwendig.

Im Rahmen einer Registerstudie (Beobachtungsstudie) sammeln und analysieren wir Daten von Patient:innen mit steatotischer Lebererkrankung (SLD), die im Rahmen der regulären ambulanten Betreuung erhoben werde. Für Sie entstehen dadurch keine zusätzlichen Untersuchungen, Termine  oder Belastungen. Durch eine Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag, die SLD zukünftig besser zu verstehen und die Versorgung sowie zukünftige Diagnostik- und Therapieansätze weiter zu verbessern.

Alkohol kann eine steatotische Lebererkrankung (SLD) nicht nur auslösen oder maßgeblich verschlechtern, sondern wirkt sich auch ungünstig auf die allgemeine Stoffwechselgesundheit aus (z. B. Blutdruck, Blutfette, Gewicht). Damit steigt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen. Alkohol zählt somit in Europa zu den wichtigsten vermeidbaren Ursachen von Erkrankungslast und vorzeitiger Sterblichkeit. 

Festzuhalten ist: Es gibt keine gesundheitlich unbedenkliche Alkoholmenge. Sollte bei Ihnen eine SLD festgestellt worden sein, empfehlen wir eine konsequente Alkoholkarenz (kein Alkohol).

Wo bekomme ich Hilfe bei übermäßigem Alkoholkonsum? 

Patient:innen: Bitte kontaktieren Sie post_akh_ls_7i@akhwien.at für einen Termin bzw. übermitteln Sie ihre Kontaktdaten mit der Bitte um Rückruf. Alternativ rufen Sie bitte Tel. Nr.: +43 1 40400 47785 an – Sie werden zurückgerufen.

Zuweiser: Bitte kontaktieren Sie post_akh_ls_7i@akhwien.at für einen Termin bzw. übermitteln Sie die Kontaktdaten der Patient:innenfür einen Rückruf.