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Experimentelles Labor für Fibrose & Portale Hypertension (HEPEX)

Die Vernarbung (Fibrose) der Leber und der daraus entstehende Pfortaderhochdruck (Portale Hypertension) stellen schwerwiegende Krankheitsbilder von Patient:innen mit Lebererkrankungen dar. Die meisten chronischen Lebererkrankungen, wie z.B. eine Virushepatitis oder eine Fettleberentzündung (NASH), führen zur Leberfibrose und portalen Hypertension.

Die Forschungsgruppe um Thomas Reiberger untersucht im Labor für experimentelle Leberfibrose und portale Hypertension (HEPEX Lab) die molekularen Mechanismen und daraus resultierende neue Therapieansätze an verschiedenen Tiermodellen. Das HEPEX Lab arbeitet in enger Kooperation mit der Abteilung für Biomedizinische Forschung der Medizinischen Universität Wien und bietet im N094 PhD Programm für Vascular Biology der Medizinischen Universität Wien Möglichkeiten für translationale Forschung im Bereich der Leberfibrose und portalen Hypertension.

Unter den Meilensteinen des HEPEX Labs ist die „bench-to-bedside“-Beschreibung der Wirksamkeit des anti-angiogenetischen Multikinase-Inhibitors Sorafenib auf die portale Hypertension hervorzustreichen: Sorafenib wurde hier zuerst in einem Rattenmodell der portalen Hypertension untersucht und in weiterer Folge wurden die beschriebenen Effekte auch bei Patient:innen mit portaler Hypertension, die aufgrund eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) mit Sorafenib behandelt wurden, bestätigt. Weiters konnten potentielle schädliche Nebenwirkungen des Betablockers Nebivolol in der portalen Hypertension aufgezeigt werden sowie entzündungshemmende und anti-angiogenetische Eigenschaften von Pioglitazon in zwei Modellen von portaler Hypertension identifiziert werden.

Methodisch stehen die invasive Charakterisierung der systemischen, splanchnischen und portalen Hämodynamik in-vivo an Ratten- und Mausmodellen von Leberfibrose und Portaler Hypertension zur Verfügung. Im Speziellen werden das partielle Pfortaderligatur (PPVL), das Gallengangsligatur (BDL) und das Carbontetracholorkohlenstoff (CCL4) Modell verwendet. Die molekularen Methoden zur Charakterisierung von Angiogenese, oxidativen Stress, Inflammation und extrazellulärer Matrixzusammensetzung bei Leberfibrose und Portaler Hypertension werden in enger Zusammenarbeit mit Assoc. Prof.in PDin Dr.in Natalya Rohr-Udilova durchgeführt.

Das Team des HEPEX Labors arbeitet in zahlreichen nationalen und internationalen Projekten und zeichnet sich mit seiner Expertise auch für innovative Kollaboration mit der Pharmaindustrie aus.

Prof. PD Dr. Thomas Reiberger

Leitung

Assoc.Prof.in PDin Dr.in Nataliya Rohr-Udilova

Leitung