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Forschung und Ausbildung

Unser langfristiges Forschungsinteresse gilt der Untersuchung der Rolle von T-Zellen bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder systemischem Lupus erythematodes. Laufende Forschungsprojekte widmen sich dem Verständnis des Beitrags epigenetischer Veränderungen zur Stabilität von T-Zellen unter Entzündungsbedingungen.

Wechselwirkungen zwischen T-Zellen und synovialen Fibroblasten (SF) bei rheumatoider Arthritis

T-Zellen spielen eine zentrale Rolle in der Pathogenese der RA. Interaktionen zwischen CD4+ T-Zellen und SF tragen zur anhaltenden destruktiven Entzündung der Synovialis bei, was die Bedeutung des Crosstalks zwischen T-Zellen und SF unterstreicht. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Faktoren zu verstehen, die die Interaktionen zwischen T-Zellen und SF verstärken, sowie deren funktionelle Konsequenzen. Transkriptionsstudien in Kombination mit automatisierter High-Content-Mikroskopie werden es ermöglichen, neue Behandlungsziele zu identifizieren, die die Zell-Zell-Interaktionen hemmen.

Das Projekt wird von der Österreichischen Nationalbank finanziert.

Histon-Deacetylase-Inhibitoren als neues Behandlungsziel für Patienten mit rheumatoider Arthritis

Die Differenzierung von T-Zellen und die Übernahme von Effektor- und Regulationsfunktionen gehen mit Veränderungen im Genexpressionsprogramm einher, die zum Teil durch epigenetische Prozesse reguliert und aufrechterhalten werden. Histon-Deacetylasen (HDACs) und Histon-Acetyltransferasen (HATs) sind wichtige epigenetische Regulatoren, die dynamische Veränderungen der Acetylierung von Histonen an Lysinresten vermitteln. Im Rahmen dieses Projekts untersuchen wir die Enhancer-Signatur von T-Zellen von Patienten mit rheumatoider Arthritis durch Chromatin-Profiling und das Potenzial von HDAC-Inhibitoren zur Umprogrammierung der pathogenen Signatur von T-Zellen. Das Projekt ist eingebettet in den SFB-F70.

» www.meduniwien.ac.at/HIT/

Steuerung der Immuntoleranz durch regulatorische Elemente

Regulatorische T-Zellen kontrollieren eine Vielzahl von Immunreaktionen, die auf ihrer Fähigkeit beruhen, sich an ihre lokale Umgebung anzupassen. Der Erwerb spezifischer Transkriptionsfaktoren ist dabei notwendig, um bestimmte Krankheitssituationen zu kontrollieren. In unserem Projekt untersuchen wir, wie spezifische Transkriptionsfaktoren die Entwicklung und Funktion von Effektor- und regulatorischen T-Zellen kontrollieren.

Technologie
Die experimentellen Strategien umfassen modernste Technologien, einschließlich transkriptomischer und epigenomischer Analysen, sowie fortschrittliche zellbiologische Techniken, eine Vielzahl immunologischer Werkzeuge, biochemische und molekulare Ansätze. Die Verwendung von menschlichem Patientenmaterial sowie von In-vivo-Modellen bietet die Möglichkeit, die translationalen Aspekte in allen durchgeführten Projekten hervorzuheben.

Ausbildung
Postdocs und Doktoranden werden in einem kollaborativen Forschungsumfeld an hochmodernen Forschungsprojekten arbeiten. Das PhD-Programm der Medizinischen Universität Wien bietet exzellente Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Immunologie.

Bestehende Mentoring-Programme an der Medizinischen Universität Wien sowie nationale und internationale Kooperationen bieten eine exzellente Basis für eine international erfolgreiche wissenschaftliche Karriere im akademischen Bereich und/oder in der Life Science Industrie. Alle Mitglieder des Labors sind in hohem Maße in die bestehenden Kooperationen des RTCure und des SFB Konsortiums integriert.

Zusätzliches Training im Verfassen von Publikationen und Förderanträgen, Begutachtung von Manuskripten und Präsentationen auf nationalen und internationalen Tagungen ermöglicht es den jungen Forschern, eine individuelle Karriere als unabhängiger Forscher aufzubauen. Die PhD-Studenten werden an den PhD-Programmen der Medizinischen Universität Wien teilnehmen.

» www.meduniwien.ac.at/hp/phd-immunologie/